Samstag, 24. Februar 2018

"Kardinal Sarah fordert Mundkommunion auf Knien", vermeldet "katholisch.de"!

Es ist immer problematisch,
wenn man aus vielen Bereichen nur einen einzigen Gesichts-
punkt herausgreift - aber wie soll man das anders lösen, wenn man eine "griffige" Schlagzeile braucht?!
Jedenfalls sorgt Kardinal Sarah mal wieder für einigen Wirbel, wobei seine Gedanken ("Forderung" ist vielleicht etwas hoch gegriffen) bezüglich der würdigen Feier der Liturgie mittlerweile alles andere als neu sind.
Aber vielleicht ist es gut, wenn er es noch mal auf den Punkt bringt, was sein Anliegen ist. ---> HIER !
Bereits im vergangenen Herbst wurde, nachdem Sarah beim Papst angeeckt war, vom Chefredakteur der Katholischen Nachrichtenagentur KNA öffentlich geäußert "Ich kann mir schwer vorstellen, dass sich der Kardinal noch lange wird halten können"... ---> HIER !

Seine neuen Bemerkungen dürften seine Position im Vatikan jedenfalls nicht gefestigt haben, vermute ich mal.
Ergänzende Infos ---> HIER und HIER und HIER und HIER !

Der Mainzer Bischof Kohlgraf veröffentlicht ein neues Buch über das "Wie" der Versöhnung in der Ehe!

Klar wird da sofort wieder gewitzelt: Haha, ein katholischer Priester schreibt ein Buch über
die Ehe!
- Doch solche Schnellschuss-Kritiker soll-
ten lieber genauer hinschauen: Ein Bischof ist, von Ausnahmen abgesehen, kein lebensfremdes Wesen.
Der neue Mainzer Bischof Dr. Peter Kohlgraf beispielsweise war vorher nicht nur Professor für Pastoraltheologie, sondern entstammt einer boden-
ständigen Familie. Sein Vater war Maurer, seine Mutter Krankenschwester, und Kohlgraf hatte auch durch seine zwei Kaplansstellen genug Gelegen-
heit, ganz "normale" Katholiken zu erleben. - Will sagen: So wie man als Frauenarzt und Geburtshelfer nicht unbedingt auch selbst schwanger ge-
wesen sein muss, so darf man einem weltoffenen Bischof auch zutrauen, Hilfreiches zum Thema "Vergeben und Versöhnen" zu schreiben, wobei es in dem im April erscheinenden Buch auch nicht nur um Ehepaare geht, und da sieht der Bischof gerade die Kirche auch als Expertin in Sachen Versöhnung...

Ich kenne das Buch auch noch nicht im Detail, aber nach allem, was ich von Bischof Kohlgraf weiß, dürfte es sich bei seinem Buch nicht um ab-
gehobene Theologie handeln...

Man schaue ---> HIER und HIER und HIER und die kurzen
Videos
HIER
und HIER !


Freilassung von Deniz Yücel: Es gab keinen Deal, aber überraschenderweise Waffenexporte an die Türkei!

"Wir werden von der eigenen Regierung verarscht!" - So der Kommentar eines Leser, der in einer E-Mail auf die Freilassung des Jour-
nalisten Deniz Yücel aus türkischer Haft Bezug nimmt.
Außenminister Gabriel habe
hoch und heilig versprochen, es habe keinen "Deal" gegeben, weder einen schmutzigen noch einen sauberen, und jetzt erfährt man von weitreichenden Waffenexporten in die Türkei. Zufälle gibt es aber auch...!

Solche Ereignisse scheinen leider wie-
der einmal die bekannten (Vor-)Urteile über die Politik voll zu bestätigen.

Man lese ---> HIER und HIER und HIER und HIER !

Freitag, 23. Februar 2018

Berlin: Katholischer Priester ermordet!

Da hatte ich mir vorgenommen, zum ruhigen Ausklang des Ta-
ges ein paar lustige Fundsachen zu präsentieren.
Daraus wird heute nichts:
Wie einige Medien melden, ist in Berlin-Charlottenburg ein katholischer Priester tot in einem Gemeindezentrum aufgefunden worden.
Wie es weiter heißt, habe ein Zeuge vorher dort einen lautstarken Streit gehört. Ein Verdächtiger wurde bereits festgenommen. Einfach nur traurig, solche Nachrichten!

Was da wohl dahintersteckt?
Man lese ---> HIER und HIER und HIER !

Offizial des Erzbistums Köln meint: In der Pfarrei-Praxis ist mir der "ungestillte Hunger" konfessionsverschiedener Ehepaare "sehr selten begegnet"!

Wirklich gründlich diskutieren kann man über die Verlaut-
barung von Kardinal Marx im Namen der Mehrheit der deut-
schen Bischöfe eigentlich erst, wenn die gestern angekündigte Arbeitshilfe für die pasto-
rale Arbeit
vorliegt, die den Priestern vor Ort konkrete Hilfestellungen geben soll,
wie mit konfessionsverschiedenen Ehepaaren zu verfahren ist, bei denen der nichtkatholische Partner um die Teilnahme am Kommunionempfang bittet. - Man erinnere sich an die gestrige heftige Diskussion zu meinem Artikel ---> HIER !

Auch der Kölner Offizial und Kirchenrechtler Prälat Dr. Günter Assenmacher räumt ein, dass eine faire Diskussion die Kenntnis des in wenigen Wochen vorliegenden Papiers eigentlich voraussetzt. Aber im Gespräch mit dem Kölner "domradio" plaudert er doch aus der Praxis, die er in den Jahren seiner Arbeit in einer Pfarrei gesammelt hat und findet, der von Kardinal Marx als eine der Voraussetzungen für eine Aus-
nahme im Einzelfall genannte "ungestillte geistliche Hunger" von Paaren komme doch eher "sehr selten" vor...  ---> HIER !

Bericht des "ORF" zur Erklärung von Marx ---> HIER !
Die evangelische Seite reagiert auch sehr verschieden; ein Theologe nannte die geplante Regelung schlicht "Murks" ---> HIER !  
Diese aktuelle erste Stellungnahme aus Köln deutet schon an, dass die Bandbreite von Meinungen innerhalb der deutschen Bischofskonferenz groß sein dürfte...

Bald ist Schluss mit der Kurien-Reform!

Bald sei Schluss mit der Kurienreform, verkündete der Sekretär des Kardinalsrates gegenüber "VATICAN NEWS":  Das neunköpfige Beratungsgremium von Papst Franziskus könne seine Tätigkeit bald be-
enden, denn bei vielen Themen befinde man sich in der Schlussphase.
Wie Bischof Marcello Semeraro weiter sagte, sei die Kurienreform ohnehin weniger eine organisatorische, sondern eine geist-
liche Reform,
und Papst Franziskus wolle, dass sich die Mentalität der Mitarbeiter in der Kurie ändere: "Der Papst bittet uns, einen neuen Standpunkt einzunehmen".
Es sei ferner möglich, dass der Papst ein weiteres Dokument veröf-
fentlichen werde, das die "Linie seines Pontifikats" ausdrücken solle. 
Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !

Bistum Essen: Lächelnd präsentiert man die Studie über Gründe der Kirchenaustritte!

Das ist löblich: Wie man den Medien entnehmen kann, möchte das Bistum Essen (so wie andere Diözesen auch)            die Zahl der Kirchenaustritte gerne senken, die Geschwindigkeit der Talfahrt bremsen. 
Warum packen Katholiken quasi die Koffer und verlassen die Kirche, der sie doch jahre- oder jahrzehntelang angehört haben?
Es gibt ganz sicher nicht den Grund, sondern da kommt immer was zusammen, und irgendwann reicht's dann einfach.
Viele machen für sich eine Kosten-Nutzen-Rechnung auf, wie das Medienmagazin "pro" schreibt.  Was habe ich davon? Was bringt mir das - und was kostet mich das?
Eine beachtliche Zahl an Leser-Reaktionen löste aktuell auch ein Artikel in der "ZEIT" aus, der unter der Schlagzeile "Warum habt ihr uns verlassen?" die besagte Essener Studie vorstellt und interpretiert.
Dabei kommt nicht nur das Geld als gewichtiger Austrittsgrund zur Spra-
che, sondern auch das Verhalten der Kirche - und ihr öffentlicher Auftritt.

Sie gehe nicht deutlich genug mit ihren Standpunkten um, heißt es z.B., und es fehle an Möglichkeiten, sich in persönlichen Gesprächen zu be-
schweren. Die Ausgetretenen fühlten sich vor ihrem Schritt aber oft auch von der Kirche wenig beachtet; die Kirche war zufrieden, wenn sie das Geld der Gläubigen hatte...
Und schließlich: Laut "ZEIT"-Artikel habe es die Forscher "überrascht", dass "manchem die Kirche nicht mehr traditionell, nicht mehr spirituell genug ist..."  - Im Gegensatz zu den Forschern überrascht mich das nicht!

Man lese ---> HIER und HIER und HIER und HIER !

"Kein Sex mit Nazis!" - Die "FAZ" diagnostiziert im deutschen Eifer zum Kampf gegen Rechts "gefährliche Selbsttäuschungen"!

Das Thema "Umgang mir Rechts" rückt in letzter Zeit  aus diversen Gründen wieder mehr in den Mittelpunkt, und so kommt es, dass dies beim "Kreuzknappen" heute und in den nächsten Tagen auch auf-
gegriffen wird, einschließlich konträrer Standpunkte im Zusammenhang mit der AfD.  Doch für heute zuerst mal ein interessanter Artikel aus der "FAZ" vom 18. Februar, der sich mit dem eifrigen "Kampf gegen Rechts"
in Deutschland kritisch beschäftigt.
Autor Markus Günther attestiert den Deutschen, man fühle sich der-
zeit wie ein Volk von Antifaschisten, und man fühle sich überlegen und auf der richtigen Seite stehend, bei den "Guten". - Doch es sei ein "billiger" Antifaschismus, meint er, der bis zur öffentlichen Aufforderung der Gewerkschaftsjugend reiche "Kein Sex mit Nazis!", was nicht ganz einfach zu überprüfen sein dürfte...

Dass "katholisch.de" dabei auch sein Fett abkriegt, sei nur am Rande erwähnt...  ---> HIER !

Wirbel um "die Tafel" in Essen: Zur Zeit nimmt man dort nur noch Deutsche auf...!

"Die Tafeln" sind eine segensreiche Einrichtung! - Schlimm genug, dass es sie im reichen Deutschland überhaupt geben muss; sie finden immer mehr Zuspruch, und auch in unserem Heimatort bilden sich z.T. lange Schlangen, um etwas von den gespendeten Lebens-
mitteln abzubekommen.
Doch die Vorräte sind leider nicht unendlich, weil man als "Tafeln" selbst auf die "Zulieferung" von Spenden angewiesen ist, zumeist in Form von Lebensmitteln kurz vor oder nach dem angeblichen Verfallsdatum.
Das führt manchmal zu Engpässen und Verärgerung, und so war es dann auch in Essen. Hinzu kommt, dass immer mehr Flüchtlinge kamen und andere, insbesondere ältere Hilfsbedürftige, sich an den Rand gedrängt fühlten und sich wohl zum Teil nicht mehr trauten, die Räume der "Tafel" aufzusuchen.

Dann kam der große Schnitt, der bundesweit für Riesenwirbel sorgt: Vorübergehend will man in Essen nur noch Deutsche neu aufnehmen,
weil die Kapazitätsgrenze überschritten scheint, und da hält man dies für die praktikabelste Möglichkeit. Man sei im übrigen nicht für "Flüchtlings-
hilfe" zuständig, erklärt man - zum Teil zur Empörung von anderen.
Aber wie könnte eine andere, bessere Lösung aussehen?

Man lese ---> HIER und HIER und HIER !