Donnerstag, 8. Juni 2017

Ehemaliger FBI-Chef Comey sagt gegen Trump aus: Märchenstunde oder die reine Wahrheit?

Mir geht es wohl wie den meisten von Ihnen, liebe Leser: Man blickt da nicht wirklich durch bei dem medialen Hick-
hack in den USA und in der Folge auch in den deutschen Medien. Trump hatte FBI-
Chef Comey gefeuert
, und der ist verständlicherweise darüber nicht erfreut. Und er präsentiert vor und bei einer Kongress-Anhörung die Fakten - so wie er sie sieht. 

Kann sein, dass das so stimmt (die etwas wahrscheinlichere Variante, schätze ich mal) - kann aber auch sein, dass es nicht stimmt. Immerhin hat Comey da auch schon ganz andere Aussagen getätigt,
und außerdem steht Aussage gegen Aussage, und es gibt keine Zeugen.

Von mir aus kann Comey sagen, was er für richtig hält, ungeachtet der Wahrheitsfrage, und von mir aus kann man sogar ein Amtsenthebungs-
verfahren gegen Trump anstrengen.

Das ist für mich nicht der Punkt. Sondern: Die einseitige Partei-
nahme in deutschen Medien, die einfach mal voraussetzen, dass die Variante, die der gefeuerte FBI-Mann präsentiert, die Wahrheit ist.
Dabei gibt es, wie man auch heute in den Zusammenfassungen der Anhörung nachlesen kann, durchaus einige Zweifel. Und auch die Leser sind wieder mal etwas misstrauischer (oder soll ich sagen: professio-
neller?)
als die Profis, indem sie nicht automatisch alles für bare Münze nehmen, was der Gefeuerte da behauptet.
Ich würde mir Medien wünschen, die auch bei Personen,
die sie erkennbar nicht mögen
, beide Seiten, beide Varianten vorstellen. Aber vielleicht habe ich da in der Eile (bin ja gerade erst ein paar Stunden daheim) eine besonders faire Darstellung übersehen?

Man schaue und achte ggf. auch auf Leserbriefe... 
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